10 Jahre nur in Luxemburg
963 €Luxemburger Modellrente brutto / Monat ab 65Angesetztes Monatsbrutto: 4.500 €. Weitere Versicherungszeiten werden in diesem Fall nicht angenommen.
Daniel WünschGrenzgänger-Kompass
In Deutschland wohnen · In Luxemburg arbeiten
Wie viel Rente kommt aus beiden Ländern? Was passiert bei Krankheit, Berufsunfähigkeit oder Jobverlust? Finden Sie die passenden Antworten und nächsten Schritte – mit einem Rechner für Ihre Altersrente und persönlicher Beratung in Trier.
Gemeint ist ein EU-Grenzgänger: Sie arbeiten in Luxemburg, wohnen in Deutschland und kehren täglich oder mindestens einmal pro Woche zurück. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im allgemeinen CNAP-System; öffentlicher Dienst, CFL, Selbstständigkeit, Entsendung, mehrere Arbeitgeber und seltenere Rückkehr müssen separat geprüft werden.
Zum Einstieg
Gemischte Karriere: Ihre Zeiten helfen sich bei der Anspruchsprüfung. Die Beträge werden trotzdem in jedem Land getrennt berechnet und ausgezahlt.
Wichtig: Ihre Auswahl passt beide Rechenwege an. Krankengeld, Invalidität und Arbeitslosigkeit weiter unten beziehen sich auf Menschen, die aktuell in Luxemburg beschäftigt sind und in Deutschland wohnen.
Das Wichtigste zuerst
Tippen Sie auf eine Karte, wenn Sie die Regel kurz erklärt haben möchten.
Die klare Reihenfolge: Zuerst klären wir die spätere Rente. Danach betrachten wir den Einkommensschutz bei Krankheit, die Absicherung bei dauerhafter Einschränkung und zuletzt die Leistung bei Arbeitslosigkeit.
CNAPLuxemburger Rentenkasse
CNSLuxemburger Gesundheitskasse; unter anderem Krankengeld
CCSSAnmeldung und Versicherungsbeiträge in Luxemburg
CMSSmedizinische Begutachtung der Sozialversicherung
ADEMLuxemburger Arbeitsagentur
AAALuxemburger Unfallversicherung
DRVDeutsche Rentenversicherung
BABundesagentur für Arbeit
Eine häufige Frage · verständlich eingeordnet
Zehn Versicherungsjahre können für die reguläre Luxemburger Altersrente mit 65 genügen. Sie legen aber keine feste Rentenhöhe fest. Für die Höhe zählen die anerkannten Zeiten, die berücksichtigten Einkommen und der Rentenbeginn. Deutsche Versicherungszeiten können bei der Anspruchsprüfung helfen; jedes Land berechnet seinen Anteil.
Eine feste Summe lässt sich aus „zehn Jahre“ allein nicht ableiten. Deshalb zeigt das Beispiel unten die Gehaltsannahme ausdrücklich. Für eine eigene Luxemburger Zahlung ist bei Grenzgängern grundsätzlich mindestens ein Luxemburger Versicherungsjahr erforderlich; die übrigen Voraussetzungen prüft die CNAP.
Drei fiktive Vergleichsfälle: Jahrgang 1961, Arbeitsende mit 65 im Jahr 2026, konstantes Gehaltsniveau in 2026-Euro. Bruttobeträge vor Steuern und möglichen Abgaben; keine persönliche Rentenauskunft.
Angesetztes Monatsbrutto: 4.500 €. Weitere Versicherungszeiten werden in diesem Fall nicht angenommen.
Dasselbe angesetzte Monatsbrutto von 4.500 €, aber doppelt so viele Beitragsjahre. Die Mindestprüfung ist keine zusätzliche zweite Rente.
Dazu im Modell 688 € deutsche Bruttorente ab 66 Jahren und 6 Monaten. Angesetztes deutsches Monatsbrutto: 3.500 €. Die beiden Zahlungen beginnen nicht gleichzeitig.
Eigene vereinfachte Modellrechnungen mit dem Rechner dieser Seite, kein Kundenfall und keine amtliche Auskunft. Beispieljahrgang 1961, Arbeitsende mit 65 im Jahr 2026, reguläre Rentenbeginne, keine weiteren Beiträge. Die 4.500 € in Luxemburg beziehungsweise 3.500 € in Deutschland gelten fiktiv für jedes jeweilige Beitragsjahr auf dem Geldwertstand 2026. Historische Einkommen, deren tatsächliche Aufwertung, Sonderzeiten und künftige Anpassungen werden nicht individuell rekonstruiert. Die echte Rente kann erheblich abweichen.
Ungerundete Modellwerte: A 963,03 €; B 1.926,06 €; C 963,03 € LU und 687,60 € DE. Angezeigt wird auf volle Euro gerundet. Alle Beträge sind brutto vor Steuern und möglichen Abgaben, ohne zusätzliche Vorsorge. Der deutsche Beginn mit 66 Jahren und 6 Monaten gilt für den festen Beispieljahrgang 1961; jüngere Jahrgänge können einen anderen Beginn haben.
Im vereinfachten LU-Beispiel A: 678,71 € × 10/40 + 4.500 € × 10 × 1,763 % = 963,03 €. In B werden 20 Jahre angesetzt. Die vollständigen Grenzen und Quellen des Modells finden Sie beim Rechner.
Nein. Der volle Mindestmechanismus setzt 40 anerkannte Jahre voraus; ab 20 Jahren kommt ein anteiliger Mindestbetrag in Betracht. Bei einem gemischten Versicherungsverlauf muss zusätzlich die europäische Teilrentenberechnung berücksichtigt werden. Deshalb ist „20 Jahre gearbeitet“ kein pauschales Versprechen über einen bestimmten Auszahlungsbetrag.
Redaktion und Modellbeispiele: Daniel Wünsch · geprüft am 15.10.2026. Grundlagen: Guichet.lu: Grenzgänger und Teilrenten · CNAP: Berechnung und Mindestmechanismus.
03 · Ihre Rente verstehen
Sie sehen sofort eine erste Größenordnung. Deutschland und Luxemburg werden getrennt berechnet: mit Startalter, möglichen Abschlägen und einer Lücke je Rentenphase.
Dieser Rechner schätzt Ihre gesetzliche Altersrente aus Deutschland und Luxemburg. Er berechnet weder Krankengeld noch Invalidenpension, private BU oder Arbeitslosengeld. Die passenden Regeln finden Sie in den einzelnen Themenbereichen.
Sie planen ausschließlich Ihre deutsche gesetzliche Rente mit zusätzlicher Vorsorge, ETF-Sparen oder Mieteinnahmen? Der Rentenplaner Deutschland führt Sie Schritt für Schritt durch diese Planung. Für ärztliche Versorgungswerke gibt es den Ärzte-Kompass.
Für eine durchgehende Beschäftigung: zuerst Deutschland, dann Luxemburg – oder ausschließlich ein Land. Bei Unterbrechungen oder weiteren Wechseln wählen Sie „Verlauf genauer eingeben“.
„Frühestmöglich“ unterstellt anerkannte Pflichtbeiträge: Deutschland ab 63 bei 35 Jahren mit Abschlag; bei erfülltem 45-Jahre-Weg und passendem Alter ohne Abschlag. Luxemburg ab 57 bei 40 Pflichtbeitragsjahren. Andere Zeitarten und Sonderwege sind nicht enthalten.
Grobe Angaben genügen für den Einstieg. Das Modell nimmt nicht überlappende Pflichtbeitragsjahre aus Arbeit an. Ausbildungs-, Kindererziehungs- und andere Sonderzeiten werden nicht automatisch ergänzt.
Standard: Rentenantrag zum Arbeitsende, frühestens zur Regelaltersgrenze. Die folgenden Optionen sind zusätzliche Annahmen über anerkannte Zeiten, keine Anspruchsbestätigung.
Der LU-Weg ab 60 mit anderen Zeitarten und den neuen Zusatzmonaten wird hier nicht geschätzt. Dafür den von der CNAP bestätigten Beginn im Auskunftsvergleich verwenden.
Wählen Sie ein Arbeitsende. Die Karten zeigen die monatliche Bruttosumme, sobald alle Renten laufen. Der erste Betrag und mögliche Wartezeiten stehen jeweils darunter.
Die angezeigten Beträge werden unabhängig auf 10 € gerundet; Teilbeträge können deshalb von der gerundeten Summe abweichen. Ein späterer Start kann mehr Beitragsjahre und andere Rentensätze bedeuten. Ein früherer Start kann zusätzlich dauerhafte deutsche Abschläge auslösen. Luxemburg kennt hier keinen pauschalen deutschen Monatsabschlag.
Originalwerte übernehmen
Die Felder sind bewusst leer. Tragen Sie nur monatliche Bruttowerte und Startalter ein, die DRV beziehungsweise CNAP selbst ausgewiesen haben.
Startalter genau übernehmen: z. B. 66 Jahre und 8 zusätzliche Monate. Die Eingabe bestätigt keinen Rentenanspruch.
Bei älteren CNAP-Schätzungen für einen Beginn ab 60 und vor 65: Änderungen seit Juli 2026 prüfen ↗.
Meine Auswertung ansehen ↓Deutschland: Für unbekannte bisherige Punkte gilt im vereinfachten Modell: Monatsbrutto (höchstens 8.450 €) × 12 ÷ 51.944 € (vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026) × Beitragsjahre. Künftige Punkte kommen getrennt hinzu. Punkte × 42,52 € × Zugangsfaktor ergeben den Bruttowert. Die Durchschnittslöhne und Beitragsgrenzen früherer Jahre werden durch eine Annahme auf 2026-Niveau ersetzt. Bekannte Punkte verbessern den Vergleich.
Luxemburg: Das Modell kombiniert einen pauschalen und einen einkommensabhängigen Teil. Es verwendet den CNAP-Reformpfad für das angenäherte Startjahr (bis 2052, danach letzter Satz), einschließlich gestaffelter Steigerung bis 2,05 %. Geldwerte und angenähert aufgewertete Löhne bleiben auf dem Stand Juni 2026. Bei gemischter Karriere wird modellhaft der höhere nationale oder anteilige EU-Wert verwendet; die theoretische EU-Pension unterstellt denselben aufgewerteten LU-Durchschnittslohn für alle Modelljahre. Mindest- und Höchstwerte werden im Modell berücksichtigt. Historische Löhne, Monatszuordnung, Ergänzungszeiten und die amtliche EU-Berechnung können das Ergebnis verändern. Die Jahresendzulage ist nicht im Monatswert enthalten.
Beginn und Anspruch: Nur einfache, nicht überlappende Erwerbsbiografien in der allgemeinen DRV/CNAP. Die grobe Anspruchsprüfung nutzt fünf Gesamtjahre für DE und zehn für LU sowie mindestens ein eigenes Landesjahr. Kürzere Zeiten, weitere Länder, Beamten- und Sonderversorgung gehören in eine individuelle Prüfung. Frühstartoptionen unterstellen passende anerkannte Zeitarten. Ohne diese Optionen gelten die Regelaltersgrenzen. Ein späteres Arbeitsende verschiebt hier auch den Rentenantrag; deutscher Aufschub wird mit 0,5 % je Monat nach der Regelgrenze angesetzt.
Was die Zahlen nicht leisten: Keine vollständige Rentenauskunft und keine individuelle Steuerrechnung. Gerundete Ergebnisse sind fiktive Szenarien. Inflation, künftige Indexierungen und Änderungen des Rechts sind nicht vorhergesagt. Beträge aus Dokumenten bleiben dagegen unverändert. Eingaben werden nur in dieser geöffneten Seite verarbeitet; ein Download erfolgt ausschließlich auf Ihren Klick.
Rechner, Quellen und Funktionen geprüft: 2. Oktober 2026. Wertebasis weiterhin 2026; LU-Geldwerte ab Juni, deutscher Rentenwert ab Juli.
Aus der Zahl wird ein Plan
Sehen Sie, wann die Länderbeträge beginnen und wie groß der Abstand zum letzten Bruttogehalt in jeder Phase ist. Gehalt und Rente werden beide vor Steuern und Sozialabgaben verglichen.
Starten Sie oben mit der Schätzung oder Ihren Auskünften.
Altersrente · Anspruch und Beginn
Die Altersgrenzen bleiben national. Deshalb kann Ihre Luxemburger Pension bereits laufen, während der deutsche Anteil noch wartet.
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen →
| Leistung | Frühester Beginn | Voraussetzung in Kurzform | Was für Grenzgänger zählt |
|---|---|---|---|
| LU Regelaltersrente | 65 | Mindestens 120 Monate aus den zulässigen Pflicht-, Weiter-, freiwilligen oder Nachkaufzeiten | Nicht überlappende EU-Zeiten können die Wartezeit erfüllen; eigene Luxemburger Zahlung grundsätzlich ab zwölf LU-Monaten |
| LU vorzeitig | ab 57 | 480 Monate Pflichtversicherung | Vergleichbare ausländische Pflichtzeiten können mitzählen; jede Zeitart muss bestätigt werden |
| LU vorzeitig | ab 60 | 480 Monate aus zulässigen Zeiten; davon mindestens 120 Monate Pflicht-, Weiter-, freiwillige Versicherung oder Nachkauf | Nach dem späteren Zeitpunkt aus 60. Geburtstag und Erreichen der 480 Monate zusätzlich: 2. Halbjahr 2026 +1, 2027 +2, 2028 +4, 2029 +6, ab 2030 +8 volle Beitragsmonate |
| DE Regelaltersrente | 65 bis 67 | Fünf Jahre Wartezeit; Alter 67 ab Jahrgang 1964 | EU-Zeiten können für den Anspruch zählen; Deutschland bezahlt nur deutsche Zeiten |
| DE langjährig versichert | ab 63 | 35 Jahre; 0,3 % dauerhafter Abschlag je Monat, höchstens 14,4 % | Auslandszeiten können zählen; konkrete Zeitarten prüft die DRV |
| DE besonders langjährig | 63 bis 65 | 45 Jahre; Alter 65 ab Jahrgang 1964 | Nicht jede ausländische Zeit zählt – keine pauschale Addition |
1 Entgeltpunkt × 42,52 € aktueller Rentenwert = 42,52 € Bruttorente pro Monat bei Zugangsfaktor 1. Im Jahr 2026 ergeben 4.500 € Monatsbrutto rechnerisch rund 1,04 neue Punkte und damit ungefähr 44 € zusätzliche Monatsrente in heutigen Werten. Das Beispiel ignoriert spätere Rentenwertänderungen und individuelle Faktoren.
Die Gesamtzahl Ihrer Punkte steht nicht in jeder kurzen Renteninformation separat. Nutzen Sie eine ausführliche Rentenauskunft beziehungsweise den Versicherungsverlauf; in den Auskunfts-Check gehört der Monatswert zusammen mit dem dafür ausgewiesenen Startalter und Standdatum.
Der Mythos Mindestrente
Der Betrag ist die monatliche Brutto-Mindestrente am Indexstand 1. Juni 2026 für 40 anerkannte Jahre. Ab 20 Jahren kann ein anteiliger Mindestmechanismus relevant werden. Bei einer deutsch-luxemburgischen Karriere ermittelt Luxemburg seinen eigenen, grundsätzlich anteiligen Wert.
Keine Auszahlungszusage: Gerade bei einer gemischten DE/LU-Karriere kann die Luxemburger Pro-rata-Zahlung anders ausfallen; maßgeblich ist die individuelle Berechnung der CNAP.

Deutschen Versicherungsverlauf und Luxemburger CNAP-Verlauf auf Lücken und Überschneidungen prüfen.
Luxemburg und Deutschland getrennt betrachten. Ein Antrag kann bewusst auf eine ausländische Rente beschränkt werden.
Bei gemischter Karriere mindestens sechs Monate Vorlauf planen. Für den von der Reform betroffenen Frühstart ab 60 empfiehlt die CNAP acht bis neun Monate.
Mit deutschen Zeiten regelmäßig über die DRV. Wer nie in Deutschland gearbeitet hat und zuletzt in Luxemburg versichert war, kann über CNAP oder Wohnstaat starten.
Luxemburger Altersgrenzen bei der CNAP nachlesen Deutsche Frühstart- und Abschlagsregeln nachlesen
04 · Krankengeld
Bei Krankheit bleibt Luxemburg zunächst zuständig. Wichtig sind drei getrennte Fragen: Wer zahlt, wie wird die Leistung berechnet und wann endet sie?
Bis zum Ende des Monats, in dem innerhalb von 18 Monaten der 77. Krankheitstag erreicht wird. Grundsätzlich zählen das volle Gehalt und vertragliche beziehungsweise regelmäßig gewährte Entgeltbestandteile.
Basis sind grundsätzlich das höchste versicherte Grundgehalt der drei Monate vor Beginn der CNS-Zahlung und der Durchschnitt bestimmter monatlicher Zulagen aus dem maßgeblichen Referenzzeitraum. Überstunden, Einmalzahlungen und Sachbezüge zählen nicht automatisch mit.
Die Höchstdauer bezieht sich auf die Summe der berücksichtigten Arbeitsunfähigkeitstage innerhalb eines rollierenden 104-Wochen-Zeitraums – nicht zwingend auf eine einzige durchgehende Krankheit.
Einfaches Zahlenbeispiel
Angenommen, das versicherte Grundgehalt beträgt konstant 4.500 € brutto monatlich und es gibt keine variablen Zulagen.
Warum bewusst keine Nettozahl? Regelmäßige variable Zulagen können hinzukommen; Überstunden, Einmalzahlungen und Sachbezüge zählen nicht automatisch. Steuern und Sozialabgaben sind persönlich. Hält der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nach 26 Krankheitswochen aufrecht, muss er nach offizieller Luxemburger Information das CNS-Krankengeld innerhalb der ersten zwölf Monate der Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich bis zum Nettogehalt ergänzen. Die 77-Tage-Prüfung erfolgt monatlich; nach unterbrochener Krankheit kann die Zahlung später wieder auf den Arbeitgeber zurückwechseln.

Ihr Ablauf bei Krankheit
Arbeitgeber informieren. Die Meldung erfolgt bereits am ersten Abwesenheitstag.
Bescheinigung absenden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als zwei Tage, grundsätzlich spätestens am dritten Tag an die CNS; fällt das Fristende auf Wochenende oder Feiertag, verlängert es sich bis zum nächsten Werktag. In Deutschland benötigen Sie einen Ausdruck für Luxemburg mit 13-stelliger LU-Nummer.
Der Zahlende wechselt. Kalendertage einschließlich Wochenenden und Feiertagen zählen. Der Arbeitgeber zahlt bis zum Monatsende der Schwelle; danach übernimmt grundsätzlich die CNS ab dem Folgemonat.
Leistung und Vertrag können enden. Nach Ausschöpfen der 78 Wochen erlischt grundsätzlich das Krankengeld; ein bestehender Arbeitsvertrag endet dann nach Luxemburger Arbeitsrecht regelmäßig von Rechts wegen.
Vor der 78-Wochen-Grenze
05 · Invalidität und private BU
Beides kann Einkommen ersetzen, folgt aber völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Eine Luxemburger Invalidenpension ist keine private Berufsunfähigkeitsrente.
Individuelle CNAP-Berechnung – kein fester Prozentsatz vom letzten Gehalt.
Bei Restarbeitsfähigkeit kann eine interne oder externe Wiedereingliederung statt der Pension vorgesehen sein.
Genau die monatliche BU-Rente, die im Vertrag vereinbart wurde.
Ob und wann gezahlt wird, richtet sich nach den Versicherungsbedingungen – etwa nach versichertem Beruf, erforderlichem Grad und voraussichtlicher Dauer der Einschränkung. Die gesetzliche CMSS-Entscheidung löst die private Leistung nicht automatisch aus.
Beispiel private BU
Sind die Bedingungen erfüllt, beträgt die vertragliche Leistung grundsätzlich 2.000 € monatlich – nicht automatisch ein Prozentsatz des letzten Gehalts. Steuern und Krankenversicherung sind davon getrennt zu prüfen.
Warum kein Invaliditäts-Prozentsatz?
Zwei Menschen mit gleichem heutigen Einkommen können wegen Alter, Versicherungszeiten und früheren Beiträgen unterschiedliche CNAP-Invalidenpensionen erhalten. Eine belastbare Zahl liefert nur die individuelle Berechnung.
Anspruch auf Invalidenpension bei der CNAP prüfen CNAP-Broschüre zur Leistungshöhe öffnen
Die mögliche Lücke: Krankengeld, Luxemburger Invalidenpension und private BU sind drei getrennte Leistungen. Entscheidend ist, ob der gesetzliche Bescheid und der private Vertrag in derselben Situation tatsächlich leisten – und in welcher Höhe.
06 · Arbeitslosigkeit
Der entscheidende Unterschied ist, ob das Luxemburger Arbeitsverhältnis vollständig endet oder nur vorübergehend weniger Arbeit anfällt.
Arbeitsvertrag endet vollständig
60 % des pauschalierten Leistungsentgelts – 67 %, wenn steuerlich ein Kind berücksichtigt wird.
Aus dem beitragspflichtigen Brutto wird nach deutschen Regeln ein pauschaliertes Netto-Leistungsentgelt ermittelt. Es sind also nicht 60 beziehungsweise 67 Prozent des Luxemburger Bruttos.
Arbeitsvertrag besteht fort
80 % des normalen Bruttostundenlohns für die ausgefallenen Stunden, begrenzt auf 250 % des sozialen Mindeststundenlohns.
Der Luxemburger Arbeitgeber beantragt das Verfahren. Der Vertrag bleibt bestehen; bei einem vollständigen Jobverlust wechselt die Geldleistung grundsätzlich nach Deutschland.
Beispiel richtig lesen
Die Bundesagentur ermittelt zuerst ein tägliches Bemessungsentgelt, zieht pauschal 20 % Sozialversicherung sowie Lohnsteuer und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag ab. Erst von diesem Leistungsentgelt werden 60 beziehungsweise 67 % gezahlt. Steuerklasse, Kind und Beitragsgrenze verändern das Ergebnis.
Offiziellen ALG-Rechner und Details öffnenWenn das Ende feststeht
Während des deutschen ALG-I-Bezugs besteht regelmäßig deutscher Kranken- und Pflegeversicherungsschutz; den konkreten Übergang mit der Krankenkasse klären.
EU-Regeln: vollständige und teilweise Arbeitslosigkeit unterscheiden
Weitere Grenzgänger-Themen
Homeoffice, Krankenversicherung, Pflege, Familie und Steuern gehören nicht in die vier Hauptleistungen – können die persönliche Planung aber verändern.
Homeoffice Deutschland–Luxemburg
Die Sozialversicherung betrachtet den Anteil der Arbeitszeit. Das Steuerrecht zählt Arbeitstage. Eine Grenze ersetzt deshalb niemals die andere.
Für die Ausnahme zwischen 25 % und unter 50 % müssen unter anderem Arbeitnehmerstatus, ein Luxemburger Arbeitgeber, ausschließliche Telearbeit im deutschen Wohnstaat, eine IT-Verbindung zum Arbeitgeber und das Fehlen weiterer gewöhnlicher Tätigkeiten vorliegen.
CCSS-Regel und A1-Verfahren nachlesenHomeoffice in Deutschland sowie Arbeitstage in Drittstaaten können die 34-Tage-Grenze verbrauchen. Für den öffentlichen Dienst gelten eigene DBA-Regeln.
Offizielle 34-Tage-Regel mit Beispielen öffnenEin Homeoffice-Tag pro Woche bei 46 Arbeitswochen: Sozialversicherungsrechtlich liegt der Anteil mit rund 20 % grundsätzlich unter der 25-%-Grenze. Steuerlich sind 46 Tage jedoch mehr als die erlaubten 34 Tage; die deutschen Arbeitstage werden dann grundsätzlich anteilig in Deutschland steuerpflichtig.
Ihr Arbeitgeber meldet Sie beim CCSS an. Die CNS sendet normalerweise das S1 an Ihre deutsche Adresse. Reichen Sie es bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse ein. In Deutschland erhalten Sie Leistungen nach deutschen Regeln, in Luxemburg nach Luxemburger Regeln.
Der normale direkte Weg zwischen deutscher Wohnung und Luxemburger Arbeitsplatz ist grundsätzlich mitversichert. Den Unfall sofort dem Arbeitgeber melden; die AAA ist zuständig. Für Behandlung in Deutschland kann der Nachweis DA1 wichtig werden.
Bei mindestens 3,5 Stunden wöchentlichem Hilfebedarf für voraussichtlich mehr als sechs Monate kann Pflegebedürftigkeit vorliegen. Bei Luxemburger Versicherung kommen Geldleistungen aus Luxemburg; Sachleistungen am deutschen Wohnort werden grundsätzlich über die deutsche aushelfende Kasse nach deutschem Recht erbracht.
Welche Kasse zuerst zahlt, hängt vor allem von den Beschäftigungen beider Eltern und dem Wohnort der Kinder ab. Arbeitet ein Elternteil in Deutschland und eines in Luxemburg, ist Deutschland häufig vorrangig; Luxemburg kann eine Differenz zahlen. Doppelleistungen gibt es nicht.
Beziehen Sie in Deutschland eine deutsche Rente und entsteht dort ein Krankenversicherungsanspruch, gilt regelmäßig deutsches Krankenversicherungsrecht. Bei ausschließlich Luxemburger Pension kann Luxemburg zuständig bleiben und S1 für Deutschland ausstellen. Die deutsche Krankenkasse prüft den Einzelfall.
Gesetzliche Renten werden nach dem DBA grundsätzlich im jeweiligen Kassenstaat besteuert: die deutsche Rente in Deutschland, die CNAP-Pension in Luxemburg. In Deutschland kann die Luxemburger Pension den Steuersatz anderer Einkünfte beeinflussen. Private und betriebliche Leistungen können anders behandelt werden.
Nachschlagen statt suchen
Filtern Sie nach Thema oder geben Sie ein Stichwort ein. Jede Antwort nennt die Regel – Sonderfälle gehören in die persönliche Prüfung.
Er schätzt die gesetzliche Altersrente für eine vereinfachte deutsche und Luxemburger Erwerbsbiografie oder vergleicht Ihre eigenen DRV- und CNAP-Auskünfte. Die Beträge bleiben brutto; Arbeitsende und Beginn der einzelnen Teilrenten werden getrennt betrachtet. Krankengeld, Invalidenpension, private BU und Arbeitslosengeld werden hier erklärt, aber nicht aus dem Altersrentenmodell berechnet. Für ausschließlich deutsche Rentenplanung einschließlich zusätzlicher Vorsorge nutzen Sie den Rentenplaner Deutschland.
Im Sinne der EU-Koordinierung arbeiten Sie in Luxemburg, wohnen in Deutschland und kehren grundsätzlich täglich oder mindestens einmal pro Woche an Ihren Wohnort zurück. Bei seltenerer Rückkehr, Entsendung, mehreren Arbeitgebern oder umfangreichem Homeoffice können andere Regeln gelten.
Ja. Nichtansässige haben grundsätzlich dieselben Rentenrechte. Luxemburg zahlt seinen Anteil direkt; der Wohnsitz Deutschland verhindert die Pension nicht.
Nein. Deutschland und Luxemburg prüfen Ansprüche koordiniert, berechnen aber getrennt nach nationalem Recht und zahlen jeweils eine eigene Teilrente.
Für die Erfüllung vieler Wartezeiten ja. Für den Geldbetrag bleiben die Länderanteile getrennt: Deutschland bezahlt deutsche Entgeltpunkte, Luxemburg die Luxemburger Versicherungs- und Einkommenszeiten.
Für die Regelaltersrente mit 65 sind grundsätzlich 120 Monate nötig; anerkannte EU-Zeiten können dabei helfen. Für eine eigene Luxemburger Zahlung braucht ein Grenzgänger grundsätzlich mindestens ein Luxemburger Versicherungsjahr.
Die Monate gehen regelmäßig nicht verloren. Wenn kein eigener Luxemburger Zahlbetrag entsteht, werden sie grundsätzlich bei der EU-Berechnung eines anderen beteiligten Staates berücksichtigt. Seit 1. Januar 1988 zählt Luxemburg in Kalendermonaten: Bei Arbeitnehmern gilt ein Monat ab mindestens 64 Beschäftigungsstunden als voller Monat; kleinere Bruchteile werden auf Folgemonate übertragen.
Möglich ist das nur bei 40 Jahren in den jeweils zugelassenen Zeitarten. Ab 57 sind 480 Pflichtversicherungsmonate nötig. Beim Zugang ab 60 können weitere Zeiten zählen; seit Juli 2026 kommen je nach Jahr zusätzlich 1 bis 8 Beitragsmonate hinzu.
Nein. Der volle aktuelle Mindestbetrag setzt 40 Jahre voraus. Ab 20 Jahren ist nur eine anteilige Mindestprüfung eröffnet. Bei gemischter Karriere wird der Luxemburger Pro-rata-Anteil ermittelt.
Nicht zwingend. Luxemburg hat regulär Alter 65, Deutschland für Jahrgänge ab 1964 Alter 67. Eine Leistung kann früher starten als die andere; Frühstart-Voraussetzungen sind je Land separat zu prüfen.
Haben Sie auch deutsche Versicherungszeiten, stellen Sie den Antrag regelmäßig bei der Deutschen Rentenversicherung; sie koordiniert mit Luxemburg. Haben Sie nie in Deutschland gearbeitet und waren zuletzt in Luxemburg versichert, können Sie das Verfahren über die CNAP oder die zuständige Stelle im Wohnstaat anstoßen. Guichet empfiehlt für gemischte Karrieren mindestens sechs Monate Vorlauf. Für einen von der Reform betroffenen Frühstart ab 60 nennt die CNAP acht bis neun Monate. Den passenden Zeitpunkt mit dem Träger abstimmen.
Nur für die Anspruchsprüfung und nur soweit die Kalendermonate nicht gleichzeitig in beiden Staaten liegen. Überlappende Monate zählen bei der EU-Zusammenrechnung grundsätzlich nur einmal. Jeder Staat berechnet und zahlt anschließend seinen eigenen Anteil. Die fiktive Schätzung setzt nicht überlappende Erwerbszeiten voraus. Der Auskunftsvergleich übernimmt hingegen die ausgewiesenen Länderbeträge.
Steuerstaat, Kranken- und Pflegeversicherung, weitere Einkünfte und der spätere Versicherungsstatus können den verfügbaren Betrag erheblich verändern. Ein pauschaler Abzug wäre daher keine belastbare Nettorenten-Prognose. Der Check bleibt bei den amtlich ausgewiesenen Bruttowerten.
Wird die Regelaltersrente trotz erfüllter Voraussetzungen nicht bezogen, erhöht sich der Zugangsfaktor grundsätzlich um 0,5 % je Aufschubmonat. Weitere Beiträge während der Beschäftigung können die Rente zusätzlich erhöhen. Maßgeblich ist die persönliche DRV-Auskunft.
Das kann möglich sein und sollte ausdrücklich erklärt werden. Der Start der Luxemburger Pension löst den deutschen Rentenbeginn nicht automatisch aus. Auswirkungen auf Abschläge, Zuschläge, Steuer und Krankenversicherung sollten vorher geklärt werden.
Die Träger können unterschiedliche Stichtage, Beitragsstände und Hochrechnungsannahmen verwenden. Übernehmen Sie deshalb Betrag, Startalter und Standdatum immer gemeinsam und prüfen Sie die Erläuterungen in beiden Originalunterlagen.
Für eine Zukunftsplanung ist häufig die dort hochgerechnete monatliche Regelaltersrente der passende Vergleichswert. Übernehmen Sie zugleich das Alter und Standdatum, für die der Betrag gilt. Der bereits erworbene Anspruch ohne weitere Beiträge ist eine andere Zahl und sollte nicht unbemerkt mit einer Zukunftshochrechnung gemischt werden.
Gemeint ist nicht einfach Ihr letztes Gehalt, sondern eine grobe, auf heutiges Lohnniveau übertragene Durchschnittsgröße Ihrer Luxemburger Beitragsjahre. Beispiel: Waren frühere Gehälter niedriger und das heutige Gehalt höher, liegt der Karriere-Durchschnitt meist dazwischen. Eine CNAP-Schätzung ist deshalb deutlich verlässlicher als diese Eingabe.
Rentenwerte, Indexstände, Aufwertungsfaktoren, Rechensätze und Löhne können sich bis zum Rentenbeginn verändern. Die im Auskunfts-Check eingetragenen Beträge bleiben unverändert und zeigen nur den Stand Ihrer Dokumente. Für eine Kaufkraftplanung muss Inflation separat betrachtet werden.
Ab der regulären Alterspension mit 65 ist Erwerbstätigkeit grundsätzlich ohne Einkommensgrenze möglich. Bei einer vorzeitigen Pension zwischen 57 und 65 können Einkommen die Pension kürzen, aussetzen oder ausschließen. Die Tätigkeit muss der CNAP gemeldet und vor Beginn individuell geprüft werden.
Seit 2026 gibt es die progressive Pension. Voraussetzung sind unter anderem ein Anspruch auf vorzeitige Alterspension, die Zustimmung des Luxemburger Arbeitgebers, grundsätzlich drei Jahre zuvor mindestens 75 % Beschäftigung beim selben Arbeitgeber, eine Arbeitszeitreduzierung um mindestens 25 % und mindestens 16 verbleibende Wochenstunden. Auch Nichtansässige können bei erfüllten Bedingungen einbezogen sein.
Nicht einfach beim Wegzug. Eine Beitragserstattung kommt grundsätzlich erst ab 65 in Betracht, wenn trotz Zusammenrechnung kein Rentenanspruch besteht und aus den betreffenden Zeiten weder in Luxemburg noch im Ausland eine persönliche Rente bezogen wird. Der Antrag kann Rentenrechte beenden und gehört deshalb vorab zur CNAP-Prüfung.
Arbeitgeber am ersten Tag informieren. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als zwei Tage, benötigen Sie vom deutschen Arzt Ausdrucke: ohne Diagnose für den Arbeitgeber, mit Diagnose und 13-stelliger Luxemburger Nummer für die CNS – grundsätzlich spätestens am dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit; Wochenende und Feiertag können die Frist verlängern.
Zunächst der Arbeitgeber. Er zahlt bis zum Ende des Kalendermonats weiter, in dem die 77-Tage-Schwelle innerhalb der rollierenden 18 Monate erreicht wird. Gezählt werden Kalendertage einschließlich Wochenenden und Feiertagen. Ab dem Folgemonat zahlt grundsätzlich die CNS.
Nein. Es werden grundsätzlich alle einschlägigen Arbeitsunfähigkeitstage innerhalb einer rollierenden 104-Wochen-Periode betrachtet. Arbeitsunfall und Berufskrankheit fließen mit ein; Mutterschutz nicht.
Ist der Anspruch auf Krankengeld nach 78 Wochen innerhalb von 104 Wochen ausgeschöpft, endet ein noch bestehender Luxemburger Arbeitsvertrag nach offizieller arbeitsrechtlicher Information grundsätzlich von Rechts wegen – ohne normale Kündigung. Deshalb sollten Wiedereingliederung, Invalidenantrag, Krankenversicherung und private Absicherung deutlich vorher geklärt werden.
Der CMSS kann Invalidität prüfen oder – bei Restarbeitsfähigkeit – ein Verfahren zur beruflichen Wiedereingliederung anstoßen. Möglich sind Anpassung, Teilzeit, interner Wechsel oder externe Wiedereingliederung.
Grundsätzlich mindestens 12 Monate Pflicht-, Weiter- oder freiwillige Versicherung in den drei Jahren vor festgestellter Invalidität oder Krankengeldende. Bei versichertem Unfall oder anerkannter Berufskrankheit kann die Wartezeit entfallen.
Nein. Deutschland und Luxemburg prüfen medizinisch und rechtlich eigenständig. Es kann eine Leistung aus beiden, nur einem oder keinem System entstehen.
Es gibt keinen festen Prozentsatz vom letzten Gehalt. Die CNAP berechnet pauschale und einkommensbezogene Bestandteile aus dem bisherigen Versicherungsverlauf. Je nach Alter und Verlauf können fiktive Versicherungszeiten bis 65 und fiktive Beiträge bis 55 hinzukommen. Bei einer gemischten Karriere wird der Luxemburger Anteil koordiniert; belastbar ist deshalb nur eine individuelle CNAP-Berechnung.
Nein. Die gesetzliche Invalidität folgt Luxemburger Sozialrecht und einer CMSS-Prüfung. Eine private BU folgt den vereinbarten Versicherungsbedingungen und kann einen anderen Berufsbezug haben.
Die Leistung ist grundsätzlich die im Vertrag vereinbarte monatliche BU-Rente. Sie entspricht nicht automatisch dem bisherigen Netto- oder Bruttoeinkommen. Ob sie ausgezahlt wird, hängt unter anderem von Berufsdefinition, erforderlichem Grad, Prognosezeitraum, Ausschlüssen und weiteren Bedingungen des konkreten Vertrags ab.
Bei vollständiger Arbeitslosigkeit als echter Grenzgänger kommt die Geldleistung grundsätzlich aus Deutschland als Wohnstaat. Bei Kurzarbeit oder teilweiser Arbeitslosigkeit mit fortbestehendem Luxemburger Vertrag bleibt Luxemburg zuständig. Eine zusätzliche Arbeitssuchendenmeldung bei der ADEM kann möglich sein; Ihre deutschen Melde- und Mitwirkungspflichten haben dabei Vorrang.
U1 bestätigt Ihre Luxemburger Versicherungszeiten für den deutschen Arbeitslosengeldanspruch. Der letzte Luxemburger Arbeitgeber liefert die Beschäftigungsbescheinigung; ADEM beziehungsweise die beteiligten Stellen übermitteln die Zeiten.
Ja, grundsätzlich das letzte tatsächliche Luxemburger Arbeitsentgelt, jedoch nach deutschen Berechnungsregeln und bis zur deutschen Beitragsgrenze. Gezahlt werden regelmäßig 60 % des pauschalierten Leistungsentgelts, 67 % mit Kind.
Für einen vollarbeitslosen echten Grenzgänger grundsätzlich nein. Seine Luxemburger Zeiten können direkt berücksichtigt werden. Wichtig sind trotzdem rechtzeitige Arbeitssuchend- und Arbeitslosmeldung.
Sozialversicherung und Steuer müssen getrennt geprüft werden. Sozialversicherung: Unter 25 % Tätigkeit im deutschen Wohnstaat bleibt regelmäßig Luxemburg zuständig. Zwischen 25 % und unter 50 % kann Luxemburg über das Telearbeits-Rahmenabkommen nur auf Antrag, bei gemeinsam erfüllten Voraussetzungen und mit A1 zuständig bleiben. Ab 50 % greift dieses Rahmenabkommen nicht; nach den allgemeinen EU-Regeln wird regelmäßig Deutschland zuständig. Steuer: Für privat Beschäftigte gilt zusätzlich die eigenständige Grenze von höchstens 34 Arbeitstagen außerhalb Luxemburgs pro Kalenderjahr.
Die 34-Tage-Toleranz fällt für das gesamte Kalenderjahr weg. Dann wird der Arbeitslohn grundsätzlich nach sämtlichen tatsächlichen Arbeitstagen innerhalb und außerhalb Luxemburgs aufgeteilt – nicht nur für die Tage ab Nummer 35. Ein Arbeitstag zählt für die Grenze, sobald außerhalb Luxemburgs mindestens 30 Minuten tatsächlich gegen Vergütung gearbeitet wird; auch Drittstaatentage können mitzählen. Für den öffentlichen Dienst gelten eigene DBA-Regeln.
Ja. Bei Eigenkündigung, Aufhebungsvertrag, verhaltensbedingter Kündigung oder verspäteter Meldung kann die Bundesagentur eine Sperrzeit verhängen – je nach Grund bis zu zwölf Wochen. Deshalb Vertragsbeendigung und Meldefristen vor einer Unterschrift prüfen lassen.
Der zuständige Versicherungsstaat ist normalerweise Luxemburg. Mit dem S1 werden Sie bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse eingeschrieben und können am Wohnort Leistungen nach deutschen Regeln nutzen.
Ja, grundsätzlich in beiden Ländern: in Deutschland über S1 und die deutsche aushelfende Kasse nach deutschen Regeln, in Luxemburg über die CNS nach Luxemburger Regeln.
Ob Partner oder Kinder als Familienangehörige mitversichert werden können, richtet sich am deutschen Wohnort nach deutschem Recht. Ihre deutsche Krankenkasse stößt dafür den elektronischen Austausch S072/S073 mit der CNS an. Fragen Sie bei der deutschen Kasse ausdrücklich nach, ob die Mitversicherung in Luxemburg bestätigt wurde.
Ist Luxemburg zuständiger Versicherungsstaat, kommen Geldleistungen grundsätzlich aus Luxemburg. Pflegesachleistungen am deutschen Wohnort laufen über die deutsche aushelfende Kasse nach deutschem Recht. Gleichartige Leistungen werden koordiniert.
Arbeitet ein Elternteil in Deutschland und eines in Luxemburg und wohnen die Kinder in Deutschland, ist Deutschland häufig vorrangig. Luxemburg kann eine Differenz zahlen. Die genaue Priorität hängt von der Familien- und Erwerbssituation ab.
Bei deutscher Rente und deutschem Krankenversicherungsanspruch gilt regelmäßig Deutschland. Bei ausschließlich Luxemburger Pension kann Luxemburg zuständig bleiben und S1 ausstellen. Die Krankenkasse prüft Vorversicherung und konkrete Rentenbezüge.
Das folgt nicht automatisch allein aus dem früheren Arbeitsland. Entscheidend sind laufende Renten, Wohnstaat und Ihre Versicherungsbiografie. Lassen Sie vor dem ersten Rentenantrag von der deutschen Krankenkasse beziehungsweise CNS schriftlich klären, welcher Staat zuständig wird und ob S1 benötigt wird.
Nach dem DBA wird die gesetzliche CNAP-Pension grundsätzlich in Luxemburg besteuert. In Deutschland ist sie regelmäßig anzugeben und kann den Steuersatz anderer Einkünfte beeinflussen. Für private, betriebliche oder öffentliche Versorgungen können andere Regeln gelten.
Bei Luxemburger Zuständigkeit nennt die CNAP derzeit 2,8 % Krankenversicherungsbeitrag sowie 1,4 % Pflegebeitrag, letzterer nach einem Freibetrag. Steuer, deutsche Rentenanteile und ein später möglicherweise deutscher Krankenversicherungsstatus verändern die persönliche Netto-Situation. Deshalb bleiben diese Sätze Information und werden nicht automatisch als universeller Nettoabzug verwendet.
Die CNS zahlt keinen pauschalen deutschen Prozentsatz. Grundlage ist grundsätzlich das höchste versicherte Grundgehalt der drei Monate vor Beginn ihrer Zahlung plus der Durchschnitt bestimmter monatlicher Zulagen und Nebenleistungen aus den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat, der dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit vorausgeht. Bei konstant 4.500 € Grundgehalt ohne solche Zulagen liegt die monatliche Berechnungsbasis deshalb vereinfacht bei rund 4.500 € brutto. Überstunden, Einmalzahlungen und Sachleistungen zählen nicht automatisch; Mindest- und Höchstgrenzen gelten.
Grundsätzlich ab Beginn der ordnungsgemäß gemeldeten Beschäftigung. Der Luxemburger Arbeitgeber meldet Sie beim CCSS an. Prüfen Sie anschließend die Bestätigung und Ihren Versicherungsverlauf.
Der Gesamtbeitragssatz der allgemeinen Rentenversicherung beträgt seit 1. Januar 2026 25,5 %. Er wird zu gleichen Teilen von versicherter Person, Arbeitgeber und Staat getragen – jeweils 8,5 %. Auf der Gehaltsabrechnung sehen Sie deshalb den Arbeitnehmeranteil, nicht den gesamten Systembeitrag.
Liegt S1 ungefähr 15 Tage nach der CCSS-Anmeldebestätigung noch nicht vor, können Sie es bei der CNS anfordern. Reichen Sie es danach bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse Ihrer Wahl ein.
Luxemburg kennt nicht den deutschen Pauschalabschlag von 0,3 % je vorgezogenem Monat. Die Pension kann bei frühem Beginn trotzdem niedriger sein, weil Beitragsjahre fehlen und die Formel mit Alter und Versicherungsdauer zum tatsächlichen Start wirkt.
In dieser Zwischenphase kann zunächst nur die Luxemburger Zahlung laufen. Verfügbares Einkommen, Krankenversicherung und gegebenenfalls der bewusste spätere Antrag des deutschen Anteils sollten für diese Jahre separat geplant werden.
Die Leistung entsteht nicht automatisch nach langer Krankheit. Bei letzter Versicherung in Luxemburg kann der formelle Antrag bei der CNAP gestellt werden; der CMSS beurteilt die medizinischen Voraussetzungen. Bei Versicherungszeiten in mehreren Ländern wird das Verfahren koordiniert.
Ja, ein eigener deutscher Anspruch ist möglich. Volle Erwerbsminderung setzt regelmäßig unter drei Stunden tägliche Leistungsfähigkeit voraus, teilweise Erwerbsminderung drei bis unter sechs Stunden. Grundsätzlich gelten fünf Jahre Wartezeit und drei Pflichtbeitragsjahre in den letzten fünf Jahren; EU-Zeiten können bei der Anspruchsprüfung helfen. Beide Staaten entscheiden unabhängig.
Melden Sie sich grundsätzlich spätestens drei Monate vor dem bekannten Vertragsende bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitsuchend. Erfahren Sie kurzfristiger davon, gilt regelmäßig eine Drei-Tages-Frist. Die Arbeitslosmeldung muss spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung erfolgen.
Die Dauer hängt von Alter und Versicherungszeit ab. Unter 50 sind regelmäßig bis zu zwölf Monate möglich; mit höherem Alter und längerer Versicherung steigt die Dauer stufenweise auf bis zu 24 Monate.
Nein. Deutschland hat keine allgemeine gesetzliche Mindestrente. Der Grundrentenzuschlag folgt eigenen Voraussetzungen und wird individuell geprüft. Der Luxemburger Mindestmechanismus ist Teil der dortigen Rentenformel und wird bei gemischten EU-Karrieren anteilig koordiniert.
Je nach Zeitraum und Voraussetzungen können Pflicht-, Zusatz-, Ergänzungs-, Weiter- oder freiwillige Zeiten berücksichtigt werden. Für Regelrente, Frühpension und Rentenhöhe gelten jedoch unterschiedliche Zeitarten. Deshalb darf man die Jahre nicht pauschal addieren.
Sie ist eine zusätzliche jährliche Rentenleistung. Der volle 2026-Wert entspricht 1.040,64 € brutto bei 40 Jahren. Anspruch besteht grundsätzlich nur, wenn am 1. Dezember eine Pension bezogen wird; Versicherungsdauer und ein unterjähriger Pensionsbeginn werden nach CNAP-Regeln berücksichtigt. Der Auskunfts-Check berücksichtigt die Jahresendzulage nicht.
Fordern Sie Ihren individuellen Versicherungsverlauf beziehungsweise eine Schätzung bei CNAP oder CCSS an und vergleichen Sie Arbeitgeber, Monate und beitragspflichtige Einkommen. Fehlende Zeiten sollten mit Arbeitsverträgen, Abrechnungen oder Bescheinigungen belegt und frühzeitig geklärt werden.
Ja. Bezieht die verstorbene Person noch keine eigene Pension, sind grundsätzlich zwölf Versicherungsmonate in den letzten drei Jahren nötig; bei Tod durch versicherten Unfall oder Berufskrankheit kann die Wartezeit entfallen. Für Ehe- und eingetragene Lebenspartner gelten zusätzliche Beziehungsbedingungen. Waisenleistungen laufen grundsätzlich bis 18, bei Ausbildung unter Voraussetzungen bis 27. Eigene Einkünfte können eine Hinterbliebenenpension kürzen; die Leistung muss beantragt werden.
Ihr nächster konkreter Schritt
Welche Stelle ist zuständig? Wann sollten Sie starten? Drei kurze Schritte machen aus Ihren Angaben einen persönlichen Fahrplan – auch wenn noch Unterlagen fehlen.
Ein Antrag, unterschiedliche Starttermine: Bei einer Karriere in mehreren Ländern werden die Verfahren koordiniert. Jede Teilrente beginnt erst, wenn ihre jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Deshalb planen Sie den Antrag und die mögliche Zeit zwischen den Zahlungen getrennt.
Aus Ihren Angaben wird ein nächster Schritt
Wie finanzieren Sie die Zeit zwischen den Renten? Im Gespräch mit Daniel Wünsch können Sie Ihre Auskünfte mit Ihrem Bedarf und Ihren bestehenden Vorsorgebausteinen zusammenführen. Die amtliche Antrags- und Anspruchsprüfung bleibt beim Rententräger.
Quellenprüfung: 2. Oktober 2026. Die angezeigten Zeiträume sind Planungsempfehlungen, keine automatisch ermittelten gesetzlichen Fristen. Sonderversorgungssysteme und weitere Staaten erfordern eine individuelle Klärung.
Für eine erste Bestandsaufnahme genügt, was vorhanden ist. Wir halten gemeinsam fest, welche Nachweise noch fehlen.
Offizielle Grundlage
Rentenmodell, Funktionen und Antragsfahrplan geprüft am 2. Oktober 2026. Grundlagen zu Krankheit, Invalidität/BU und Arbeitslosigkeit anhand von CNS, CNAP und EU-Kommission abgeglichen. Eurobeträge Luxemburg überwiegend Indexstand 1. Juni 2026.
Die Seite bietet allgemeine Information, eine fiktive Rentenschätzung und einen unverbindlichen Auskunftsvergleich. Sie ersetzt keine Rentenauskunft, Leistungsentscheidung, Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind CNAP, CNS, CCSS, AAA, ADEM, Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Krankenkasse und Finanzbehörden.
Ihr nächster Schritt · persönlich & unverbindlich
Sie möchten Ihre Rentenphasen und eine mögliche ergänzende Vorsorge persönlich einordnen? Teilen Sie Daniel Ihr Anliegen mit. Die Planung beginnt mit Ihren Fragen, nicht mit einer pauschalen Produktlösung.
Informationen zur Verarbeitung Ihrer Anfrage finden Sie in den Datenschutzhinweisen für diese Anfrage.
Ein konkreter Vorschlag wird persönlich mit Ihnen abgestimmt. Ihre Rechenwerte werden nicht automatisch übertragen.